Mit großem Erstaunen mussten die Grünen in der letzten Sitzung des Ausschuss für Bauen, Umwelt, Planung und Verkehr feststellen, dass die von den Verantwortlichen im Hochtaunuskreis viel propagierte Energiewende bei der Liegenschaftsverwaltung noch nicht konsequent angegangen ist.
In einem Bericht, den die Grünen schon im letzten Jahr gefordert hatten, musste die Kreisverwaltung jetzt zugeben, dass es derzeit noch kein ausgeprägtes und effektives Energiemanagement gibt. An vielen Stellen werden zwar Informationen im Energiebereich gesammelt, aber der Hochtaunuskreis hat kein einheitliches, computergestütztes Facilitymanagement, das alle maßgeblichen Daten zusammenführt.
So ist es bis heute problematisch, ein gebäudebezogenes Energiemanagement und Controlling zu machen.
„Es ist schon ein Armutszeugnis, dass der Hochtaunuskreis nicht einmal die einfachste Aufgabe in der Gebäudewirtschaft, nämlich die Verbräuche korrekt und objektbezogen aufzuzeigen in der Lage ist,“ so Ellen Enslin, umweltpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion.
Gerade Energieeinsparung und Effizienzsteigerung sind wichtige Bausteine der Energiewende.
Während Nachbarkreise und die Stadt Frankfurt hier schon viele weiter sind, Klimateilkonzepte für die Gebäudewirtschaft oder sogar eine eigenes Energiereferat haben, wird im Hochtaunuskreis unkontrolliert Energie verbraucht.
Die bisher wenigen Maßnahmen in diesem Bereich wie z.B. die Hausmeister für Einsparungen zu sensibilisieren können leider nicht auf ihren Erfolg geprüft werden, denn es gibt bisher noch keine Benchmarks, an denen sich orientiert werden kann. So kann auch noch nicht auf das Nutzerverhalten Einfluss genommen werden. Außerdem erschwert die Nutzung unterschiedlicher Gruppen die Zuordnung zusätzlich.
„Dies sind alles Probleme, die hätten schon längst gelöst werden können. Andere Kreise machen vor, wie es geht und heben die Einsparpotentiale von bis zu 30%.“
Gerade weil die Kosten für ein Energiemanagement im fünfstelligen Bereich liegen, ist es nicht nachvollziehbar, dass bisher noch keine finanzielle Förderung beantragt wurde. Auf EU und Bundesebene können darüber z.B. Klimamanager gefördert werden.
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