GRÜNE wollten abschnittsweise Erschließung und ökologische Entwicklung von Schleichenbach 2 um Vermarktungsrisiko zu minimieren

19. September 2013, um 07:05 Uhr
Mit großer Überraschung hat die frühere Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Usingen und jetzige Landtagsabgeordnete die heftige Schelte von Jürgen Konieczny bezüglich der GRÜNEN zu Schleichbach 2 zur Kenntnis genommen. Da macht es sich der Fraktionsvorsitzende der FWG zu einfach, die Verzögerung von Schleichenbach 2 von fünf Jahren den GRÜNEN anzulasten. Richtig ist, dass die GRÜNEN einen Ankaufspreis von mehr als 100 Euro plus Erschließungskosten für Rohbauland zu hoch fanden. Zumal noch ein Flächenanteil von mehr als 30% für öffentliche Flächen abgezogen werden musste. Daneben haben sie auf die Vermarktungsrisiken eines so großen Baugebietes von mehr als 170.000 qm Bauland und die Auswirkungen auf die Entwicklung von Baugebieten in den Ortsteilen hingewiesen. Das Zwermanngelände in Wernborn z.B. mit rechtskräftigem B-Plan kommt bis heute nicht so richtig in Schwung, weil es in direkter Konkurrenz zu Schleichenbach 2 steht. Die Interessengemeinschaft der Grundstückseigentümer hat damals der Stadt die Pistole auf die Brust gesetzt, wenn ihre Bedingungen nicht erfüllt werden, dann gibt es keinen Verkauf an die Stadt. Später haben dann vielmehr Eigentümer als vorher abgefragt das großzügige Angebot der Stadt angenommen und das Risiko der Stadt erhöht. Auch beim Vertrag mit dem Erschließungsträger haben GRÜNE die enorm guten Konditionen für den Erschließungsträger und fehlende Erfolgsvorgaben kritisiert. „Durch die abschnittsweise Erschließung wollten Grüne das städtische Risiko minimieren. Der Immobilienmarkt hat sich durch die Finanzkrise positiver entwickelt als damals vorhergesagt. Es hätte aber auch anders kommen können. Die jetzigen Änderungen im B-Plan haben natürlich auch den Hintergrund, dass die Grundstücke leichter verkäuflich sein sollen. Es war kein ideologisch verklärter Blick der Grünen sondern eine verantwortungsvolle Entscheidung um die Risiken der Stadt zu minimieren,“ gibt Ellen Enslin zu bedenken.

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