Grüne sorgen sich um Wahlfreiheit für den Verbraucher beim Honig!

22. Mai 2014

„Leider hat die Große Koalition in Berlin wieder eine Chance verpasst, ein Zeichen gegen Gentechnik zu setzen,“ so Ellen Enslin, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Kreistagsfraktion. Ein Grüner Antrag zur Kennzeichnungspflicht „Wahlfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher herstellen – Honig mit gentechnisch veränderten Bestandteilen kennzeichnen“ (Drucksache 18/578) im Bundestag wurde mit den Stimmen der Großen Koalition abgelehnt. Genauso wie den Gen-Mais hat Europa jetzt auch den Gen-Honig in einer klammheimlichen Abstimmung mit der Bundesregierung in Brüssel endgültig besiegelt, dass Honig mit Gen-Pollen nicht gekennzeichnet werden muss.

„Schon eine Enthaltung und die Zustimmung eines kleinen EU-Staates hätten gereicht. Stattdessen hat die Bundesregierung zugestimmt.“ Gerade hat die Grüne Umweltministerin in Hessen den Beitritt zum „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ verkündet. „Da ist es doppelt bitter, wenn aus Berlin keine Unterstützung sondern stattdessen explizit zugestimmt und damit gezielt das „Honig-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes von 2011 ausgehebelt wird.“

Vor diesem Hintergrund haben die Grünen dazu eine Anfrage gestellt, in der sie sich nach der Situation der Imker im Hochtaunuskreis erkundigen. „Uns interessiert insbesondere, welche Auswirkungen die Entscheidungen auf die Imker und den hier produzierten Honig hat.“, so Enslin abschließend. „Nach der Beantwortung unserer Anfrage werden wir dann entscheiden, ob eigene Maßnahmen hier im Hochtaunuskreis getroffen werden, um Verbraucher darauf hinzuweisen, dass sie Honig mit Gen-Pollen kaufen.“

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